Einsatz Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung

Solarthermie

Solarthermie nutzt die Sonnenstrahlung, um über Solarkollektoren auf dem Dach, Wasser zu erwärmen. Damit wird wiederum das Brauchwasser erwärmt. Bei größeren Kollektoranlagen kann zusätzlich ein Teil der Heizwärme über die Solaranlage gedeckt werden (Heizungsunterstützung). Kollektoren werden als Flach- oder Röhrenkollektoren angeboten. Wichtiger Teil einer solchen Anlage ist ein Speicher, der 2-3 Tage ohne Sonnenschein überbrücken kann.

Ob das Dach für Solarthermie geeignet ist, lässt sich einfach und kostengünstig mit dem Eignungs-Check-Solar der Verbraucherzentrale feststellen. Informationen hierzu haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Förderung

Zuschüsse für solarthermische Anlagen erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA). Förderinformationen können unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Solarthermie/solarthermie_node.html

Umweltwärme und Geothermie

Umweltwärme oder Wärme aus Geothermie ist nicht direkt für die Heizung nutzbar, da das Temperaturniveau zu niedrig ist. Mit Hilfe einer sogenannten Wärmepumpe wird die Temperatur über einen elektrisch betriebenen Kompressor auf ein nutzbares Niveau angehoben. Typische Wärmequellen sind Erdkollektoren, Grundwasser oder Außenluft. Nur bei größeren oder großen Anlagen werden Erdwärmesonden (bis 400 m Tiefe) bzw. Tiefengeothermie eingesetzt.

Für eine sinnvolle Nutzung von Umwelt- und geothermischer Wärme müssen die Gegebenheiten im Vorfeld geprüft werden. Meist kommen solche Anlagen nur für Gebäude mit einem hohen energetischen Standard (Neubau, energetisch sanierter Altbau) infrage, da diese gut mit niedrigen Vorlauftemperaturen des Heizungssystems zurechtkommen. Außerdem müssen die Bedingungen der Energiequelle geprüft werden: ist zum Beispiel eine ausreichende Fläche für einen Erdkollektor vorhanden, ist eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich usw.

Förderung

Zuschüsse für Wärmepumpen erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA). Förderinformationen können unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Waermepumpen/waermepumpen_node.html

Biomasse, Biogas und Co.

Die Nutzung von Hochhackschnitzeln oder Pellets sollte in modernen und weitestgehend automatisierten Anlagen erfolgen. Vor Ort sollten vor dem Einbau die Lagerbedingungen für den Brennstoff geprüft werden. Aus ökologischen Gesichtspunkten ist die Nutzung dann sinnvoll, wenn Holz(produkte) aus regionaler Erzeugung stammen und über kurze Wege transportiert wird.

Biogas wird durch eine Faulprozess aus biogenen Abfällen oder nachwachsenden Rohstoffen erzeugt. Nach einer Aufbereitung auf Erdgasqualität wird es in das öffentliche Gasnetz eingespeist oder vor Ort in einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage verbrannt und die Wärme in ein Nahwärmenetz eingespeist.

Förderung

Zuschüsse für Biomasse-Anlagen erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA). Förderinformationen können unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Biomasse/biomasse_node.html

Brennstoffzellen-Heizungen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Förderprodukte/Energieeffizient-Bauen-und-Sanieren-Zuschuss-Brennstoffzelle-(433)/

Gesetzliche Anforderungen

Der Gesetzgeber möchte den Anteil Erneuerbarer Energien bei der Wärmeerzeugung deutlich steigern. Dazu hat er gesetzliche Regelungen getroffen. Dies sind im Wesentlichen:

  1. Erneuerbare-Energien-Wärme Gesetz (EEWärmeG) des Bundes
    Dieses regelt die Mindestanteile Erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfes in Neubauten. Darüber hinaus lässt das Gesetz auch Ersatzmaßnahmen, wie einen besseren Wärmestandard des Gebäudes oder einen Fernwärmeanschluss bzw. Kraft-Wärme-Kopplung zu
     
  2. Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes Baden-Württemberg
    Ergänzend dazu legt das Landesgesetz einen Anteil für die Nutzung Erneuerbarer Energien im Gebäudebestand fest. Wenn also in sogenannten Altbauten bis Baujahr 2009 die Heizung getauscht wird, müssen 15% des Wärmbedarfes durch Erneuerbare Energien gedeckt oder 15 % des Wärmeenergiebedarfs durch energetische Sanierung eingespart werden. Weiterhin werden bestimmte Ersatzmaßnahmen, zum Beispiel der Anschluss an ein Fernwärmenetz, der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach anerkannt. Auch die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes für das Gebäude wird angerechnet, für Wohngebäude zu 5 %, bei Nichtwohngebäuden volle 15 %.
    Schornsteinfeger sind verpflichtet der Baurechtsbehörde, den Austausch von Heizungsanlagen zu melden.

 

Informieren Sie sich rechtzeitig vor dem Heizungstausch zu den Möglichkeiten des EWärmeG und der für Sie günstigsten Vorgehensweise.

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Bühler Repaircafé
Das nächste Bühler Repaircafé findet am Samstag, 26.10.2019 von 14 bis 17 Uhr im KiFaZ  (Luisenstraße 7) statt.
Energieberatung für Gebäude

Wer sein Gebäude energetisch modernisieren möchte, kann die kostenlose Energieberatung der Energieagentur Mittelbaden in Anspruch nehmen. Die nächste Energieberatung findet am Mittwoch, den 20. November von 14 bis 18 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Umweltdiplom: Wie entsteht Papier ohne Bäume?
 

An zwei Terminen (Freitag, 8. November & Freitag, 22.November) werden die Teilnehmer nicht nur einiges über den industriellen Herstellungsprozess von Papier lernen, sondern auch selbst Hand anlegen und Papier aus alten Zeitungen herstellen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserem Veranstaltungkalender.

Veranstaltungskalender

Klimaschutz in Bühl findet nicht nur online statt, sondern auch vor Ort. Wir stellen regelmäßig empfehlenswerte Veranstaltungen für Sie zusammen. Ob aus städtischer Hand oder durch Bühler Bürger organisiert - Es gibt eine Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen zum Informieren, Mitmachen und Mitgestalten. Kommen Sie gerne vorbei und bringen Sie sich ein.

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