Gebäude und Energie

Ein großer Teil der Energienutzung in Gebäuden wird für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung oder Belüftung sowie Klimatisierung verbraucht. Bei sinnvoller Nutzung, guter Planung oder mit dem Einbau effizienter Geräte lässt sich ein großer Anteil Strom und Brennstoff einsparen. Dies vermindert die Energiekosten und nutzt dem Klima.

 

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Gebäudemodernisierung

In manchen Situationen bietet sich eine Komplettsanierung an, zum Beispiel beim Kauf eines Hauses. In den meisten Fällen sind jedoch nur einzelne Bauteile oder Anlagen auszutauschen oder modernisieren. In diesen Fällen sollte unbedingt darüber nachgedacht werden, wie die höchste Einsparung erreicht werden kann. Denn ein neues Fenster oder das neue Dach werden in den nächsten 40 Jahren nicht mehr angefasst.

Heutige Förderungen decken meist die zusätzlichen Kosten für einen besseren Standard ab. Ein Standard also, der über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Die dadurch langfristig vermiedenen Kosten für Energie verbleiben dann im eigenen Geldbeutel.

Für die energetische Modernisierung sind ein umfassendes Wissen und eine gute, solide Planung erforderlich. Aus diesem Grund werden Energieberatung, energetische Planung und die Überwachung bei der Umsetzung der Maßnahme, die sogenannte Baubegleitung, gefördert.

 

Informationen zu Förderprogrammen und Beratungsstellen finden Sie unten.

Sommerlicher Wärmeschutz

Immer wichtiger wird der Schutz vor der sommerlichen Hitze, denn die Sommer werden zunehmend wärmer und Hitzeperioden halten länger an. Bevor eine teure Klimaanlage installiert wird, kann mit einer Vielzahl von Maßnahmen das Raumklima auf angenehmen Temperaturen gehalten werden. Diese Maßnahmen sind nicht nur klimafreundlicher und umweltschonender, sondern in den meisten Fällen auch deutlich kostengünstiger. Denn die Erzeugung von Kälte mit elektrischem Strom, wie es bei einer Klimaanlage der Fall ist, verursacht dauerhafte und durchaus beträchtliche Stromkosten.

Klimafreundliche Tipps für einen kühlen Kopf an heißen Sommertagen:

  1. Bringen Sie Rollläden oder Jalousien an. Wichtig ist, dass diese auf der Außenseite installiert werden, sonst erwärmen sich die Fensterscheiben und die Wärme kommt trotz Verschattung in den Raum. Jalousien haben den Vorteil, dass sie die Sonne abschirmen, auch wenn sie leicht geöffnet sind. Dadurch bleibt es im Raum hell und es muss keine künstliche Beleuchtung eingeschaltet werden.
    Sehr wichtig ist eine außenliegende Verschattung von Dachflächenfenstern.
  2. Lüften Sie nachts durch, sobald es sich draußen etwas abgekühlt hat. Quer durch die Wohnung oder von unten nach oben durch das gesamte Haus (Einbruchsicherheit muss natürlich gewährleistet sein).
  3. Sorgen Sie für Grün! Vor allem große Bäume beschatten Gebäude und Glasflächen effektiv. Ein gut bewachsener, grüner Garten bewirkt eine 3°C bis 5°C niedrigere Umgebungstemperatur.
  4. Versiegelte, betonierte oder asphaltierte Flächen sollten unbedingt vermieden werden. Sie heizen sich durch die Sonne stark auf. Zudem strahlen sie die ganze Nacht über Wärme ab, so dass auch die Nachtlüftung nicht gut funktionieren kann.
  5. Sehr hilfreich ist eine gute Wärmedämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke.
  6. Eine Außendämmung der gesamten Fassade mindert die Aufheizung der Wände im Sommer und sorgt länger für kühle Temperaturen im Haus. Dämmstoffe mit hohem Wärmespeichervermögen verbessern die Situation zusätzlich.
  7. In gedämmten Gebäuden sind Lüftungsanlagen eine sinnvolle Ergänzung. Mit integrierter Wärmetauscher-Funktion behalten diese die kühle Luft im Gebäude, trotz der Zufuhr von unverbrauchter Außenluft – der umgekehrte Effekt wie im Winter.
  8. Ventilatoren sorgen für einen erfrischenden, kühlen Luftzug. Auch große Ventilatoren benötigen nur einen Bruchteil der Energie einer Klimaanlage.
  9. Nur im Notfall sind Klimaanlagen sinnvoll. Dann jedoch sollte unbedingt auf den Einbau von Split-Geräten geachtet werden. Diese sind bei Anschaffung und Installation teurer, jedoch sind sie wesentlich effizienter und damit auf Dauer günstiger, auch für die Umwelt.

Energieberatung

Energieberatung für den Einstieg

  1. Stationäre Beratung im Rathaus Bühl
    In Kooperation mit der Energieagentur Mittelbaden findet im Rathaus 4, Friedrichstraße 2, einmal pro Monat eine kostenfreie Energieberatung statt. Der qualifizierte Energieberater beantwortet Ihre Fragen in einem 45-minütigen Gespräch.
    Termine finden Sie im Veranstaltungskalender dieser Seite oder auf der Internetseite der Energieagentur Mittelbaden unter: www.energieagentur-mittelbaden.info
    Eine Terminvereinbarung ist telefonisch unter 07222-381-3121 oder per E-Mail.

  2. Energieberatung vor Ort
    Die Energieagentur Mittelbaden bietet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verschiedene Beratungen vor Ort an. Ein qualifizierter Energieberater kommt zu Ihnen ins Haus. Nach einer Begehung gibt er Tipps und schlägt Maßnahmen vor. Sie erhalten einen Kurzbericht.
    Aufgrund der Bezuschussung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie können die Beratungen sehr kostengünstig angeboten werden. Folgende Checks können genutzt werden:

    1. Heiz-Check
    2. Solarwärme-Check
    3. Eignungs-Check Solar
    4. Gebäude-Check
    5. Detail-Check

 

Anmeldung für Beratungstermine können unter folgenden Telefonnummern vorgenommen werden: 0800-809 802 400 (kostenfrei)

Energieberatung bei größeren Modernisierungsvorhaben

Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, ist die Kontaktaufnahme mit einem Energieberater zu empfehlen. Dieser erstellt nicht nur die Sanierungsplanung, sondern berät auch zu Fördermöglichkeiten und unterstützt bei der Antragstellung. Eine gründliche Gebäudeaufnahme und -bewertung bildet dabei die Basis für einen sinnvollen Maßnahmenplan.

Für die energetische Modernisierung sind ein umfassendes Wissen und eine gute, solide Planung erforderlich. Aus diesem Grund werden Energieberatung, energetische Planung und die Überwachung der Umsetzung der Maßnahme, die sogenannte Baubegleitung, gefördert.

 

Ausgebildete Energieberater finden Sie unter: https://www.energie-effizienz-experten.de/

Förderung investiver Maßnahmen

Es gibt viele Förderprogramme, mit denen Einsparmaßnahmen an Gebäude gefördert werden. Hier erhalten Sie eine kurze Übersicht der wichtigsten Fördermöglichkeiten. Detaillierte Informationen können Sie auf den jeweiligen Internetseiten finden.

 

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA), www.bafa.de:

Sie erhalten Zuschüsse für:

  • Energieberatung (BAfAVor-Ort-Beratung) als Beratung für
    • ein Effizienzhaus (Sanierung in einem Zug)
    • einen Sanierungsfahrplan (Anerkennung zu 5% als Ersatzmaßnahme beim Heizungstausch nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg)
  • Heizungsoptimierung einer bestehenden, nicht austauschpflichtigen Heizungsanlage
  • Nutzung Erneuerbarer Energien (Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpen) bei der Heizung

 

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), www.KfW.de.

Sie erhalten Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen für Einzelmaßnahmen oder für ein Effizienzhaus (Sanierung in einem Zug) für:

  • Dämmmaßnahmen (Fassade, Dach, Kellerdecke)

  • Austausch von Fenstern und Türen

  • Erneuerung der Heizungsanlage

  • Einbau einer Lüftungsanlage

  • Baubegleitung

 

L-Bank, www.l-bank.de,

Die Programme „Klimaschutz-Plus“ und „Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien“ bieten Fördermöglichkeiten, zum Beispiel für die Erneuerung von Heizungsanlagen. Beim Kauf eines Gebäudes können Familien eine Zusatzfinanzierung für die energieeffiziente Sanierung beantragen

 

Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, ist die Kontaktaufnahme mit einem Energieberater zu empfehlen (s. oben). Dieser erstellt nicht nur die Sanierungsplanung, sondern berät auch zu Fördermöglichkeiten und unterstützt bei der Antragstellung

Neues aus Bühl

Bühler Repaircafé
Das nächste Bühler Repaircafé findet am Samstag, 26.10.2019 von 14 bis 17 Uhr im KiFaZ  (Luisenstraße 7) statt.
Energieberatung für Gebäude

Wer sein Gebäude energetisch modernisieren möchte, kann die kostenlose Energieberatung der Energieagentur Mittelbaden in Anspruch nehmen. Die nächste Energieberatung findet am Mittwoch, den 20. November von 14 bis 18 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Umweltdiplom: Wie entsteht Papier ohne Bäume?
 

An zwei Terminen (Freitag, 8. November & Freitag, 22.November) werden die Teilnehmer nicht nur einiges über den industriellen Herstellungsprozess von Papier lernen, sondern auch selbst Hand anlegen und Papier aus alten Zeitungen herstellen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserem Veranstaltungkalender.

Veranstaltungskalender

Klimaschutz in Bühl findet nicht nur online statt, sondern auch vor Ort. Wir stellen regelmäßig empfehlenswerte Veranstaltungen für Sie zusammen. Ob aus städtischer Hand oder durch Bühler Bürger organisiert - Es gibt eine Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen zum Informieren, Mitmachen und Mitgestalten. Kommen Sie gerne vorbei und bringen Sie sich ein.

Bühler Klimaschutzblog


Prima Klima in Bühl - jetzt im Blog: Aktuelle Informationen zum Klimaschutz in Bühl gibt es in unserem Blog. Schauen Sie doch mal rein!

Ansprechpartner & Kontakt

Sie haben Fragen? Sie möchten mehr über Förderungsmöglichkeiten im Bereich "Erneuerbare Energien" wissen oder wünschen Informationen zu Energiesparmöglichkeiten bei Ihnen zu Hause? 

Ihre Ansprechpartnerin:
Monika Brudler
Klimaschutzmanagement

Telefon: 07223/935318
E-Mail: klimaschutz@buehl.de